*Miriam Lorenz*
Interviewpartnerin: Miriam Lorenz.

Im Gespräch mit Miriam Lorenz vom Antoniushof in Ruhstorf an der Rott in Deutschland: Die Juniorchefin des Fastenhotels ist ausgebildete Gesundheitstrainerin und gibt im Interview einen tieferen Einblick in die angebotenen Fastenmethoden: Basenfasten und Heilfasten. Die mehr als 25 Jahre Erfahrung zum Thema Heilfasten sind im Interview spürbar und lassen uns darauf vertrauen, dass Gäste bei ihrer Fastenkur im Antoniushof in den besten Händen sind.

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Redaktion: Bitte stellen Sie sich sowie Ihr Aufgabengebiet kurz vor:
Miriam Lorenz: Als Trainerin für Gesundheit, Wellness, (Group-)Fitness, Sport sowie Body& Mind leite ich das Spa Antonia und das Move & Relax Kursprogramm im Hotel Antoniushof.

Redaktion: Welche Fastenmethoden bietet Ihr Hotel für Fasteninteressierte? Und wer begleitet/unterstützt Ihre Gäste während des Aufenthaltes?
Miriam Lorenz: Seit über 25 Jahren bieten wir in unserem Haus das Heilfasten nach Buchinger an. Im Laufe der letzten Jahre haben wir unser Angebot noch um das Basenfasten erweitert. Sowohl meine Mutter als auch ich stehen unseren Gästen mit Rat und Tat zur Verfügung.

Redaktion: Können Sie die Fastenmethode(n) etwas näher beschreiben? Was darf ich als Teilnehmer zu mir nehmen?
Miriam Lorenz: Beim Heilfasten nach Buchinger nehmen Sie keine feste Nahrung zu sich. Sie führen dem Körper viel Flüssigkeit in Form von Wasser, Kräutertee, ungewürzter Gemüsebrühe und frisch gepressten Obst- & Gemüsesäften zu.

Beim Basenfasten nehmen Sie drei Mahlzeiten am Tag zu sich. Dabei werden ausschließlich Lebensmittel verwendet, die der Körper basisch verstoffwechseln kann. Säurebildende Lebensmittel wie z.B. alle tierischen Produkte werden gemieden.

Redaktion: Was sind die Vorteile im Vergleich zu anderen Methoden?
Miriam Lorenz: Das Basenfasten hat den Vorteil, dass man nicht auf feste Nahrung verzichten muss und es somit eine sehr sanfte Form des Fastens darstellt. Fastenkrisen stellen sich viel seltener ein wie beim Heilfasten.

Beim Heilfasten ist der Entgiftungseffekt größer, da der Darm fast vollständig von seiner Verdauungstätigkeit entlastet wird. Dadurch hat der Körper „Zeit“ zum Entgiften. Giftstoffe, die den Körper unnötig belasten oder krank machen, können so leichter abgebaut und ausgeschieden werden.

Redaktion: Für wen eignet/empfiehlt sich diese Fastenmethode? Bzw. welche Ziele können damit erreicht werden?
Miriam Lorenz: Das Basenfasten ist eine sanfte Form des Fastens und grundsätzlich für jeden (auch für Allergiker) geeignet. Für das intensivere Heilfasten empfehlen wir den Gästen einen vorherigen Kurz-Check beim Arzt. Neben einer schöneren Haut und glänzenden Haaren spürt man oft nach etwa drei Fastentage eine innere Zufriedenheit und Harmonie. Der Kopf kommt zur Ruhe und Energie wird freigesetzt. Nicht nur Geschmack oder Duft werden intensiver wahrgenommen, alle Sinne werden beim Fasten geschärft.

Redaktion: Muss ich mich als Teilnehmer einer Fastenwoche vor sehr starken Begleiterscheinungen fürchten? (z. B. extremes Hungergefühl, Kreislaufprobleme oder anderen negativen Nebenwirkungen)
Miriam Lorenz: Jeder Mensch ist anders und so können auch beim Fasten unterschiedliche Reaktionen auftreten. Menschen mit niedrigem Blutdruck leiden z.B. häufiger unter Kreislaufproblemen als andere. Manchmal treten am ersten Tag Kopfschmerzen auf, die oft auf den „Kaffeeentzug“ zurückzuführen sind. Diese verschwinden aber fast immer am nächsten Tag. Die häufigste Befürchtung der Gäste sind Hungerfühle. Hungergefühle treten aber nur dann auf, wenn man zu wenig getrunken hat. Ansonsten fühlen sich die meisten Gäste nach ein paar Tagen pudelwohl und möchten manchmal nach einer Woche sogar noch weiterfasten.

Redaktion: Wie sieht ein typischer Fastentag in Ihrem Haus aus?
Miriam Lorenz: Unsere Heilfastengäste nehmen Ihren Tee meistens im Hotelzimmer ein, da wir eine eigene kleine Teestation zur Verfügung stellen. Beim Fastenfasten gibt es einen hausgemachten warmen Brei, den man mit gedünsteten Äpfeln ergänzen kann.

Am Vormittag ist dann Zeit für die Behandlungen im Spa. Unsere Bewegungs- und Entspannungskurse sind für alle Gäste inklusive. Gerade sanfte Kurse wie Yoga und Entspannungstraining sind während des Fastens besonders geeignet.

Sowohl mittags als auch abends können unsere Gäste Ihre Mahlzeiten auch bequem im Wellnessbereich einnehmen. Unsere BIO-Teestation im Spa steht den Gästen ganztags zur Verfügung.

Redaktion: Was ist Ihrer Meinung nach bei der Gästebetreuung während des Fastens besonders wichtig?
Miriam Lorenz: Wenn unsere Gäste das erste Mal fasten, sind sie oft noch etwas unsicher und haben viele Fragen. Daher ist es besonders wichtig, einen erfahrenen Ansprechpartner zu haben. Manche Gäste stellen an sich selbst zu hohe Erwartungen und setzen sich selbst unter Druck. Ein entspannter und lockerer Umgang mit dem Fasten ist daher das A und O. Auf die Signale des Körpers und nicht unbedingt nur auf den Geist zu hören, finde ich daher sehr wichtig.

Redaktion: Welche zusätzlichen Angebote stehen Ihren fastenden Gästen zur Verfügung? (z. B. Wellness, Beauty, Massagen etc.)
Miriam Lorenz: Unsere Fastenpakete dauern sieben Nächte und beinhalten passende Behandlungen vom basischen Bad bis zur Colon-Darmmassage. Die Pakete können natürlich auch um weitere Anwendungen ergänzt werden. Der Renner ist unsere Detoxmassage mit Edelweissöl.

Redaktion: Möchten Sie unseren Lesern noch etwas Persönliches mit auf den Weg geben?
Miriam Lorenz: Probieren Sie das Heil-oder Basenfasten unbedingt im Urlaub aus, wenn Sie genügend Zeit zum Entspannen haben. Im Alltag benötigen Sie mehr Energie und stehen häufig unter Stress. Im Hotel müssen Sie sich um nichts kümmern und können so die Fastenwoche viel besser genießen.

Wie erwartet mich bei einer Fastenwoche im Antoniushof?

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